Grünkern mit Rhabarber und Roquefort-Walnuss Sauce

In den seltensten Fällen sind diese Heftchen, die kostenlos in den Biomärkten rumliegen eine kulinarische Fundgrube. Nicht wirklich innovativ, das meiste hat man schon gesehen und es weht einem der muffige Geruch der 80er entgegen, wo die Schrotkur noch das Nonplusultra war.

Trotzdem komm ich nicht drum rum mir jedes Mal eines zu schnappen. Besonders weil diesmal der Rhabarber das Titelthema bestimmt. Der gute Rhabarber hat es bei mir noch nie weiter als zum Chutney geschafft und daher ist Inspiration auf diesem Gebiet mehr als willkommen, schließlich kam es auch schon mal vor, dass es bereits Juli war, der Rhabarber längst von den Märkten verschwunden war und ich noch immer keine zündende Idee für seine Zubereitung hatte.

Roquefort, Sellerie, Walnuss und Rhabarber klangen da schon echt vielversprechend. bei den Grünkernen hatte ich mich gleich für die geschrotete Form entschieden. Die 10 Stunden Einweichzeit der Vollkornvariante waren doch etwas abschreckend. In Brühe gekocht ist er nicht unlecker, doch da ich wie bereits erwähnt immer noch die Körner-Horror-Szenarien meiner Teenagerzeit mit mir rumschleppe, musste da erst mal ein ordentlicher Schuss Sherry rein. Schon besser. Die angegebene Menge an Rhabarber verschwand gänzlich unter dem Grünkern. Dumm gelaufen. Also noch mal mit doppelter Menge ran. Schon besser. Frühlingszwiebeln wurden auch gleich mal verdoppelt. Das mit den Chicoreeschiffchen ist zwar eine nette Idee, aber auch nicht so ganz praktisch. Bei diesem Rezept gilt ganz klar – lieber ein wenig Abstriche in der Optik in Kauf nehmen, dafür ist die Pampe aber super lecker.

 Für zwei – drei

180 g Grünkernschrot
400 ml Gemüsebrühe
1 Schuss Sherry Medium oder Noilly Prat
2 Knoblauchzehen
4 Stangen Rhabarber
2 Stangen Sellerie
4 Frühlingszwiebeln
10 Walnusskerne
2-3 EL Öl
3 EL Birnen- oder Apfeldicksaft ( geht aucht mit Honig und einem Spritzer Zitrone)
100 g Roquefort
175 ml Milch
frische Tymianblättchen, Salz, Pfeffer und frisch gerieben Muskatnuss
Chicoreeblätter

 

Den Rhabarber in kleine Würfel schneiden und mit dem Birnendicksaft und einer Prise Salz mischen. Den Grünkernschrot in der Brühe weich kochen. Feingehackte Frühlingszwiebeln mit feingehacktem Sellerie und Knoblauchzehe (auch feingehackt) mischen und in einer Pfanne mit dem Öl andünsten. Den Rhabarber zufügen und mit dünsten. Den gekochten Grünkern unterheben und kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Den Roquefort in der Milch in einem kleinen Topf schmelzen und die Sauce auf die gewünschte sämige Konsistenz einkochen lassen. Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten und grob hacken. Zusammen mit den gezupften Thymianblättchen unter die Grünkernmischung geben. In den Chicoreeblättern anrichten und mit der Roquefortsauce servieren.

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Der Maibock und die Mairübe asiatisch vereint

Das mit dem Starkbier kennt in München und überregional jeder. Anfang März trifft man sich vorzugsweise im Paulaner am Nockherberg um das dunkle, starke Bier zu begrüßen und wer nach zwei Maß dieses narkotisierenden Getränks noch grad stehen kann, ist echt ein Held. Beliebte Begleitveranstaltung ist das „Politiker-Derbleck’n“ , wo kräftig über die anwesende Politprominenz hergezogen wird und diese klemmen sich brav den Bügel in den Mund und lassen die Häme mit Haltung über sich ergehen, um Anfang Mai zum Maibockanstich gleich noch mal – und diesmal von Django Asül – mit Spott übergossen zu werden.

Viel Neues ist in den paar Wochen dazwischen ja nicht passiert und deshalb ist das mit dem ebenfalls starken Maibockbier ganz praktisch, denn so kann man über den mehr oder weniger gleichen Witz gleich zweimal lachen. Dass dieses würzige Bier darüber hinaus auch ein echtes Potential beim Kochen hat, durfte ich erfahren, als ich ein Rezept für marinierten Rettich entdeckte. Dieses allerdings mit Malzbier, womit ich schon als Kind nichts anfangen konnte. Viel zu süß. Und anstatt des Rettichs hatten es mir diese knubbeligen weißen Mairüben angetan. Sie sind samtiger und nicht so spröde wie der weiße Rettich. Und da ich schon mal am Häppchen-Testen für den 19. Mai bin (Champions League Finale mit den Bayern, für alle, die das interessiert) und es unbedingt zu Bier passen muss und im Gegensatz zu fettigen Gebäckstangen (ok, die wird’s auch noch geben) ausgesprochen kalorienarm ist. Die Rüben sollten auf jeden Fall über Nacht Zeit haben, sich mit dem guten Stoff richtig voll zu saugen, dann sind sie einfach großartig. Dazu passt dann auch wirklich jedes Bier. Zum Wohlsein!

so schaun sie aus die Mairüben, nett, gell?

Für Vier zum Naschen

 3 Mairüben
100 ml Maibock Bier (oder ein anderes Starkbier mit so einem lustigen Namen wie „Maximator“ oder „Salvator“)
100 ml roter Reisessig
1 walnußgroßes Stück frischer Ingwer, fein gerieben
1 TL Orangenblütenhonig
abgeriebene Schale von einer halben Orange und einer halben Zitrone
1 kleiner Bund frischer Koriander, fein gehackt

 

Die Mairüben schälen und in etwa 2 mm breite Scheiben schneiden. Salzen und etwa 30 min ziehen lassen , dann das Wasser abschütten. Das Bier mit dem Essig, der abgeriebenen Orangen- und Zitronenschalen, dem Ingwer und dem Honig etwa 5 min kochen lassen und noch heiß über die Rüben gießen. Auskühlen lassen und den gehackten Koriander untermischen. Am besten über Nacht marinieren lassen und zum Servieren die Rüben auf Spießchen stecken. 

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Tagliatelle mit Zitronenmelisse Pesto und grünen Bohnen

Heute gab es zur Abwechslung mal keinen Spargel – muss man ja auch nicht übertreiben, denn der Frühling überschüttet uns mit solch einer Flut an köstlichem jungen Gemüse und Kräutern, dass es schon fast eine Sünde wäre, würde man allein seine Gunst dem Spargel schenken.

Die alles dominierende Farbe ist Grün. Überall schießen die jungen Triebe aus den Bäumen und die nette Natur ist dann auch ein wirklich willkommener Grund, die Stunden in der Küche aufs Nötigste zu reduzieren. Und da die Kräuterbunde jetzt auch schon wieder größer werden, sprich, man bekommt einfach mehr für sein Geld, musste ich ein wenig mit der Zitronenmelisse experimentieren. Ihr feiner Duft ist ja schon so verlockend. Und was liegt näher als bei einem Pesto das Basilikum durch Zitronenmelisse zu ersetzen. Ein paar frische Bohnen dazu, farbliche Akzente mit etwas Radicchio, Nudeln ins Wasser und fertig ist eine leckere Frühlingspasta.

Für Zwei

1 Bund Zitronenmelisse
1 gute Handvoll grüne breite Bohnen
50 ml Olivenöl
2 EL Sahnejoghurt
50 g Parmesan, grob gerieben
2 EL Pinienkerne
1 kleiner Radicchio
250 g Tagliatelle
Salz, Pfeffer

Die Bohnen waschen, die Enden abschneiden und in mundgerechte Stücke schneiden. In Salzwasser bissfest blanchieren und mit Eiswasser abkühlen, damit die Farbe erhalten bleibt.

Für das Pesto die Blätter der Zitronenmelisse zupfen und zusammen mit dem Öl, den Pinienkernen, dem Joghurt und dem Parmesan in den Mixer geben und zu einer cremigen Paste pürieren. Die Nudeln in Salzwasser kochen. Zusammen mit den Bohnen und feinen Streifen von Radicchio auf den Tellern anrichten und großzügig mit dem Pesto garnieren.

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Das Zittern um die Hollandaise

Wir spielen also alle Jahre wieder das Spiel “wer hat Angst vor der Hollandaise?”.

Jeder, der schon das Schälen von etwa drei Kilo Spargel als eine wahre Heldentat empfindet, zuckt spätestens jetzt bei der Erwähnung “Hollandaise” zusammen, denn Spargels Lieblingssauce #1 lehrt vielen immer noch das Fürchten. Vielleicht ist allein dies der Grund warum so mancher mit einem Achselzucken konstatiert, dass braune Butter ihm ohnehin besser schmecke. Braune Butter! kurz vor dem schwarz werden mit einer sublimen Bitterkeit, die dem königlichen Gemüse zu seiner Ehre gereichen soll. Jeder möge jetzt mal kurz ins ich gehen, ob der Geschmack wirklich der wahre Grund für die zerlaufene Butter ist.

Anstatt einer samtig luftigen Sauce, die himmlisch leicht den Spargel umschmeichelt und uns zu jenen Seufzern veranlasst, die das lange Warten auf den Spargel im Nu vergessen sein lassen. Natürlich ist die echte Hollandaise viel Arbeit. Erst die Reduktion, dann dass langsame Zuführen der geklärten Butter. Um hinterher zu zittern, dass nicht alles wieder gerinnt. Eine meiner scheußlichsten Erinnerungen ist jener Abend, wo mir diese perfekte Hollandaise gelungen war, aber der Gast des Abends auf sich warten ließ, ich in meiner Unwissenheit die Sauce zum Warmhalten in den Ofen stellte um später ein unappetitlich aussehendes Irgendwas wieder hervorzuholen, was ich meinem Gast am liebsten an den Kopf geworfen hätte. Das Lob und der Dank ob der Mühe und des Versuchs sprengten all das was noch zu ertragen war und er wurde nie wieder eingeladen. Niemals. Zu Hollandaise hat man pünktlich zu sein. Jeder, der nun denkt, ich hätte ja warten können, möge diesen Gedanken ganz schnell runterschlucken. Auf diese Idee bin ich natürlich auch gekommen. Und so zitterte ich mich Jahr für Jahr Ende April der ersten Hollandaise entgegen, bis endlich Rettung nahte. Ich entdeckte ein Rezept, das so einfach war, dass nichts mehr schief gehen konnte. Der Garant dafür war ein schlichter Esslöffel mit Sahnejoghurt. Dies und nichts mehr bedurfte es, fortan mit einer Hollandaise zu glänzen und Komplimente einzuheimsen.

 Für 2 oder 4(die, welche Kalorien zählen)

Saft einer halben Zitrone
3 Eigelb
1 EL fester Sahnejoghurt ( vorzugsweise griechischer)
350 g Butter
Salz
 

Kräuter (Estragon, Kerbel, Bärlauch) bei Bedarf

 Die Eigelb mit dem Sahnejogurt und dem Zitronensaft schaumig aufschlagen. Am besten gelingt das in einem hohen Becher. Die Butter in einem Topf schmelzen lassen und vorsichtig die Molke abschöpfen. Geschickten gelingt die Trennung beim Gießen. Nun mit dem Pürierstab vorsichtig die Butter zuerst tropfenweise, dann in einem dünnen Strahl in den Eischaum gießen. Mit Salz abschmecken eventuell Kräuter wie feingeschnittenen Estragon hinzufügen und sofort servieren.

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Lasst die Gewürze sprechen! …..oder besser ihre Verpackungen

Wir nennen sie “Coffee Table Books”, jene Bücher, die wir gerne auf einem Couchtisch drapieren, ohne ihrem Inhalt wirkliche Beachtung zu schenken. Sie sind hochwertig, von allerfeinstem Druck, gerne über ferne Länder, Kunst oder Designobjekte. Damit soll ein Statement abgegeben werden. Ich bin interessiert, ich bin gebildet, ich kann es mir leisten. Ich gebe ja gerne zu, dass in Ermangelung eines solchen Couchtisches derartige Bücher auch bei mir unten im Regal stehen (ok, wir wollen die Frage nach dem warum nicht weiter erörtern). Kataloge von Kunstausstellungen, Indien und Venezuela in Hochglanz. Und alles was ich ihnen angedeihen lasse ist, dass ich sie von Zeit zu Zeit abstaube.

Gibt es aber auch “Coffee Table Spices”?

Der Gedanke liegt nah. Neigen wir also erst mal ehrfürchtig unser Haupt, wenn wir eine Küche betreten, wo wir kostbare Gewürzverpackungen entdecken? Erzählen sie uns etwa über die Qualität und Ansprüche der Köchin oder des Kochs? Höre ich da ein Nein? (Also ich persönlich schaue eher auf die Messer…)

Neulich wurde ich wieder schwach. Bei Käfer in Delikatessenabteilung. Wer jetzt an die Preise denkt, die wirklich deluxe sind, liegt nicht so falsch. Man schwelgt in Begriffen wie obszön oder dekadent (sinnlich?), wenn man angesichts einer hübschen Verpackung, deren Inhalt die ultimative Veredelung von Reis verspricht, annährend zehn Euro berappen soll. Aber was sind schon zehn Euro, wenn es um den perfekten Genuss geht? Ich zögere. Schließlich machen so ein paar Gewürze ja noch kein Geschmacksinferno. Mit einem Lächeln eine Schüssel Reis auf den Tisch zu stellen, ist nicht gerade das, was ich mir unter einem gelungenen Dinner vorstelle. Oder ist es vielmehr die noble Verpackung, welche mich neugierig macht? So fresstechnisch lass ich mich ja gerne mal verführen. Schwupps, war die rabenschwarze glänzende Packung in meinem Körbchen.

Das Auspacken erinnert dann auch mal gleich an ein Geschenk und versucht einem vergessen zu lassen, dass man für diese paar getrockneten Kräuter über seine eigene Schmerzgrenze gesprungen ist. Ich habe in einem Asienladen in Kapstadt ein Reisgewürz gekauft, günstigst, in einer Plastiktüte. Es stand wenig drauf, außer, dass man auf Glutamat verzichtet hatte. Immerhin.

Eben jenes Gewürz ist großartig. Es aromatisiert den Reis auf subtile Weise. Und kostete gerade mal einen Euro.

Das Teuerste an meiner neu erstandenen Gewürzmischung ist sicherlich die Verpackung. Lackierte schwarze Pappe, schwarzes Seidenpapier ummantelt das Glas, das natürlich auch einen passend schlichten schwarzen Deckel hat. Auf dunkles Glas legt man hier keinen Wert, geht der Hersteller offensichtlich davon aus, dass seinem Gewürz Licht keinen Schaden zufügen kann oder es ist so schnell verbraucht, da Suchtgefahr den Vorrat schnell dahinschmelzen lässt.

Ich schleiche also noch weiter ein bisschen ehrfurchtsvoll um die hübsche Verpackung und gönne mir derweil “Rice Spice” – mit Suchtfaktor. Ehrlich.

Luxus pur. Doch hält der Inhalt auch, was die Verpackung verspricht?

Zum Vergleich - Immerhin hat das leckere Gewürz eine Dose bekommen...

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und nochmal Rosa – “Pink Thai Soup” mit Parmesan Hippe

An manchen Tagen ist die Zeit, die man in der Küche verbringen kann einfach begrenzt und es muss schnell gehen. Schließlich gibt es ja noch andere Dinge im Leben, denen man sich widmen kann – und nicht alles was großartig schmeckt muss auch großartig viel Zeit in Anspruch nehmen und so habe ich mit einer asiatischen inspirierten Suppe experimentiert, die natürlich, schließlich ist immer noch rosa April, durch eine leuchtende Farbe bestechen sollte. Die Zutaten mögen ungewöhnlich klingen und wer sich nicht vorstellen kann, dass Parmesan ganz wunderbar dazu passt, dem sei gesagt – einfach ausprobieren – es ist köstlich. Und da die kalte Jahreszeit ja nun zu Ende ist und ich nicht mehr literweise Ingwersirup in heißes Wasser oder Tee schütten muss, findet dieser leckere Sirup nun eine neue Bestimmung.

Für 3 – 4

1 Becher Crème Fraiche leicht
1 Beutel vorgekochte rote Beete
6 Stücke kandierter Ingwer (den scharfen)
4 EL Ingwersirup
2 EL rote Currypaste
100 ml Kokosmilch
200 ml Gemüsebrühe
etwa 50g frisch geriebener Parmesan
ein paar Zweige frischen Koriander

 

 Die Rote Beete zusammen mit dem Saft aus der Packung, der Crème fraiche, dem Ingwer und der Currypaste im Mixer gut pürieren, dabei nach und nach die Kokosmilch dazu gießen. Zusammen mit der Gemüsebrühe auf dem Herd erwärmen, aber nicht kochen lassen.

Den geriebenen Parmesan in eine beschichtete Pfanne streuen und schmelzen lassen. Bevor der Käse braun wird, sofort die Pfanne von der Hitze nehmen. Sobald der Parmesan leicht abgekühlt ist, mit einem Schaber die Hippe aus der Pfanne heben und auf einem Küchenkrepp auskühlen lassen. Entweder die Hippe in Teile brechen oder den Vorgang wiederholen. Die Suppe in Schalen füllen mit der Hippe und etwas frischen Koriander garnieren.

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Luftige Rote Beete Mousse mit Kräuter-Bruschetta

Der April ist rosa – warum auch nicht. In meiner Straße erblühen die Bäume mit zarten rosa Blüten (es dauert keine zehn Tage, dann liegt die gesamte Pracht wieder braun und verwelkt auf dem Gehweg) und überall sprießen die ersten Knospen. Gut, andere Teile in Deutschland haben das bereits hinter sich und sind viel weiter, aber wir müssen nun mal bedenken – München liegt eben a bisserl höher und wenn anderorts bereits die Felder und Bäume blühen, dann heißt das noch nicht, dass auch wir uns an der knospenden Fülle erfreuen können. Aber nicht nur deshalb ist der April rosa. Das “Cook Book of Colours” gibt für diesen Monat die Farbe Rosa vor. Und weil diese Farbe so unglaublich inspirierend ist, man muss gleich an zarte Beeren und Zuckerglasur denken, hab auch ich mich ganz frühlingshaft auf dem Markt umgeschaut und habe mich für die gute alte Rote Beete entschieden. Sie zaubert herrlich rosa farbene Töne auf den Teller.

Und weil der Frühling ja bekanntlich die Jahreszeit ist, wo uns all die Sünden des Winters wieder einfallen, wir voll des Elans durch Wald und Wiesen joggen (oder es zumindest sollten), wollte ich etwas ganz Leichtes. Luftig und pikant.

Für Zwei

200 g gekochte Rote Beete

1 Granny Smith Apfel

40 g Rosinen

100 g brauner Zucker

6 EL Weißwein Essig

1 Gewürzsäckchen (8 Nelken, 1 – 2 Stangen Zimt und 2 Sternanis)

1/2 Becher Sahne

1 Beutel GelatineFix (oder entsprechend 2 Blätter in kaltem Wasser eingeweicht)

3 EL frische fein gehackte Kräuter (Bärlauch, Kerbel, Petersilie, Melisse)

3 EL Olivenöl

Salz

3 Scheiben Toastbrot

Die Rote Beete und den Apfel raspeln und zusammen mit dem Essig, dem Zucker, dem Gewürzsäckchen und den Rosinen zugedeckt im Topf etwa 30 min bei mäßiger Hitze einkochen lassen. Wenn Flüssigkeit noch gebraucht wird ein wenig von Saft der Roten Beete hinzufügen.

Die Mischung pürieren (vorher die Gewürze entfernen)und auskühlen lassen. Eventuell leicht nachsalzen. Die Sahne steif schlagen und dabei die Gelatine untermischen. Danach 3/4 der Rote Beete Masse unterheben. Mindestens 3 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

Die Kräuter fein hacken und mit dem Olivenöl und etwas Salz vermischen. Das Toastbrot toasten und in 2 – 3 cm breite Streifen schneiden. Mit der Kräutermasse bestreichen.

Von der Mousse entweder Nocken abstechen oder in Schälchen anrichten. Dazu die Bruschetta servieren.

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Viktualienmarkt – Eindrücke der Sinne #1

Es ist Samstag Morgen kurz nach 9 Uhr. Der Himmel kann sich nicht entscheiden, ob er die Sonne freigeben soll, kurz blitzt sie manchmal durch. Parkplätze gibt es um diese Uhrzeit noch genug. Im Parkhaus natürlich.

Die Marktleute haben noch Zeit für ein Schwätzchen. Zeit für ein Lächeln. Die Touristen sind noch nicht angekommen.

Ich bin auf der Suche nach Rochenflügel, doch diesen gibt es heute nicht. Ich hätte vorbestellen müssen und selbst wenn ich das getan hätte, ist es nicht sicher, dass ihn auch bekommen hätte. Er darf auf keinen Fall älter als ein Tag sein, erklärt mir der freundliche Fischverkäufer, sonst röche er wie Ammoniak. Danke. Aber der Schwertfisch sieht großartig aus (auf keinen Fall älter als ein Tag). Ich lasse mir ein großes Filet abschneiden, liebäugle noch mit dem Seegras. Vielleicht beim nächsten Mal.

Ich beobachte die Menschen, die sehnsüchtigen Blicke nach dem ersten deutschen Spargel. Noch ist sein Preis wahrlich fürstlich.

Kleine Artischocken von dunkler Farbe liegen ausgebreitet und ich denke an ein Gratin. Fein geschnittene Artischocken in Olivenöl im Ofen gegart mit einem Hauch Zitrone. Oder vielleicht doch ein paar der ersten Hopfensprossen? Hübsch sehen sie nicht aus, wie sie da in ihrem Körbchen liegen. Würden sie anfangen sich zu bewegen, es hätte mich nicht gewundert.

Ich kaufe Wildkräutersalat – der erste in diesem Jahr. Dazu noch Rosmarin und Koriander – mein Schwertfisch soll es schließlich gut haben.

Und ich entdecke junge Saubohnen, deren äußere Haut so zart und weich ist, dass ich sie fortan lieber Samtbohne nennen würde. Ein angenehmes Gefühl, wenn man darüber streicht. Schnell lasse ich mir von der Verkäuferin eine gute Handvoll einpacken, bevor ich konsternierte Blicke ob meines Tuns ernte. Bohnen streichelt man schließlich nicht. Zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Oder doch? 

ein Lächeln gibt es immer dazu

 

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Jakobsmuscheln mit Mönchsbart (Barba di Frate)

In Italien kennt man den Mönchsbart als Barba di Frate ziemlich gut, wohingegen er hierzulande als Sodakraut ein Schattendasein fristet. Ich habe nicht nach ihm gesucht. Er hat mich gefunden. Auf dem Viktualienmarkt vergangenen Samstag. Sein Geschmack erinnert ein wenig an Spinat, besser gesagt ein Spinat, bei dem vermutet werden kann, dass er sich mal mit dem Seegras gepaart hat, was natürlich nicht der Fall ist, aber geschmacklich könnte man das durchaus so beschreiben. Er fällt nicht zusammen wie Spinat und verteidigt tapfer seine satte grüne Farbe, nachdem er in Olivenöl weich gedünstet wurde.  Er lässt sich raffiniert auf dem Teller dekorieren und nachdem ich wenig recherchiert (lamiacucina hat mich neugierig gemacht)hatte, hab ich mich für eine Variante mit Jakobsmuscheln entschieden. Beim Sösschen wurde experimentiert. Curry, eine leichte Apfelnote und Tamari (kräftige Soja Sauce). Geschmeckt hat er toll, er, der Mönchsbart.

für Zwei

4 – 6 Jakobsmuscheln ohne Corail
1 Bund Mönchsbart
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1/2 TL Currypulver
2 EL Apfeldicksaft
1 TL Tamari (dunkle Sojasauce)
ein kleiner Schuss Noilly Prat Ambré (süsser und goldfarbener als der herkömmliche Noilly Prat)

Den Mönchsbart waschen und das Wurzelende abschneiden. Im Dampfeinsatz etwa 5 – 7 Minuten garen. Er sollte noch Biss haben. Mit Salz abschmecken.

Die Jakobsmuscheln in 1 – 2 EL Olivenöl auf jeder Seite 1 Minute anbraten. Warmstellen. In die gleiche Pfanne einen weiteren EL Olivenöl geben, den Apfeldicksaft, einen Schuss Noilly Prat Ambré und das Currypulver hinzufügen und mit dem Tamari abschmecken.

Den Mönchsbart auf Tellern anrichten, die Jakobsmuscheln draufsetzen und mit ein wenig Sauce begießen.

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Süßholz-Zander-Saté mit krossen blauen Kartoffelwürfeln und Balsamico-Trevisano

Bei Süßholz muss wohl jeder automatisch an Lakritz denken. Für jene, die es mögen, ist dieser Geschmack natürlich das Größte. Alle anderen können getrost darauf verzichten. Doch Süßholz hat nur ein sehr dezentes Aroma. Es verwandelt ein Gericht nicht automatisch in eine große Tüte Gummi-Katzenpfötchen sondern fügt eine subtile Note an Aromen dem Gericht bei. Vor kurzem habe ich sie bei meinem Gewürzhändler bekauft, man bekommt sie jedoch auch in den meisten Apotheken. Vorsichtshalber sollte man immer ein paar in Reserve kaufen, denn manchmal sind die Stöckchen so spröde, dass sie einem zwischen den Fingern zerbröseln.

Und weil es auf dem Markt so schönen Trevisano gab (Radicchio ist natürlich auch fein) und weil mir noch immer dieses Blau im Kopf herumspukt von dem fröhlichen “Kochen-nach-Farben” Blog Event, und weil auch mir außer Blüten und blauen Trüffelkartoffeln so gar nichts anderes einfällt, was die Natur uns an blauem beschert (diese bunten Papageienfische sollen gar nicht so lecker, ja geradezu ungesund sein, außerdem schwer zu bekommen hier), dachte ich an ein Gericht mit blauen Kartoffelwürfeln. Schön kross. Dazu zarten Zander auf Süßholz gespießt und gebraten. Da der Zander ab und zu gerne noch ein paar wenige Gräten in den Filets versteckt hält, sollte man sich vor dem Aufspießen die Mühe machen, sie mit einer Pinzette zu entfernen. Den Zander sollte man unbedingt von den Spießen abnagen – so kommt man am besten in Genuss der feinen Süßholznote.

 für Zwei
 250 – 300 g Zanderfilet
6- 8 Süßholzwurzelstücke
4 EL Olivenöl
2 Trevisano oder kleine Knollen Radicchio
2 Handvoll kleine blaue Trüffelkartoffeln
Fleur de Sel
2 EL brauner Zucker
1 EL Rotweinessig
1 EL Grenadinesirup (Granatapfelsirup, gibt es in türkischen oder orientalischen Feinkostgeschäften)

 

Die Zanderfilets abwaschen und trocken tupfen. In etwa 1,5 cm breit Streifen schneiden und jeweils auf ein Süßholz wellenförmig aufspießen. Die Kartoffeln schälen und in etwa 1×1 cm große Würfel schneiden. Keine Sorge, die blaue Farbe an den Findern lässt sich schnell wieder entfernen.

Den Ofen maximal vorheizen und die Kartoffeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit Olivenöl beträufeln. Für etwa 10 min in Ofen.

Den Trevisano vom Strunk abschneiden und in einer Pfanne mit Olivenöl und braunem Zucker gut anrösten. Mit dem Essig und Sirup ablöschen und mit Salz abschmecken. Die Satéspieße mit dem Zander ebenfalls in Olivenöl anbraten und mit Salz abschmecken.

Die Kartoffelwürfel salzen.

Auf einem Teller den Trevisano fächerartig ausbreiten, die Spieße darauf legen und mit den blauen Kartoffelwürfeln servieren.

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Paris Cookbook Fair – von abwesenden Australiern, chinesischem Wein, freundlichen Schweden und natürlich Kochbüchern

“Festival du livre culinaire”, das muss man ganz langsam aussprechen, oder noch besser, mit der Vorstellung, dass einem gerade ein zartes Karamellbonbon auf der Zunge schmilzt. Irgendwie klingt es auf französisch noch ein bisschen schöner. Und so hab ich mir von der Lufthansa diesen Flug spendieren lassen, gut, zum Austausch gegen ein paar Meilen, und bin nach Paris zur Kochbuchmesse geflogen. Im Gepäck all die guten Ratschläge meiner Freunde, es doch ruhig angehen zu lassen und nicht mit Unmengen von Kochbüchern zurückzukommen.

Diese Gefahr bestand jedoch nicht einmal ansatzweise. Sämtliche zum Verkauf stehenden Kochbücher waren fast ausnahmslos in Französisch und hätten meine Sprachfähigkeiten, die über das freundliche bestellen eines Café au laits und dem Nachfragen, ob man sich jetzt völlig verlaufen habe, nicht hinausgehen. Bedauerlicherweise war auch das mal anders.

Pünktlich um zehn Uhr am Samstag stehe ich also vor den Toren des CentQuatre, dem Ausstellungsgelände um erst einmal zu erfahren, dass man an den Wochenenden nicht vor elf Uhr zu öffnen gedenke. Ein erboster Ansturm protestierender Frauen, ich vermute mal Kolleginnen der bloggenden Zunft, ließ den armen Angestellten am Eingang schließlich einknicken.

Auf den ersten Blick schien alles echt überschaubar. Im ersten Stock die Ausstellungsflächen der Verlage und im Basement Bereich die Showküchen, Snackbars und die Wein Bar. Dazu noch einzelne Verkaufsstände, welche unter anderem, wie originell für Frankreich, diverse Variationen von Foie Gras zum Kauf anboten.

Wenn ich erwartet habe, alles darüber zu erfahren, was in den nächsten Monaten auf den Markt kommt, welche traumhaft schönen Bücher es unbedingt zu besitzen gilt, dann war das, was auf den Regalen präsentiert wurde, nicht unbedingt das, was mein Herz höher schlagen ließ. Der Phaidon Verlag, in exponierter Lage, direkt nach dem Aufgang, konzentrierte sich hauptsächlich auf die Präsentation des “Modernist Cuisine”. Ein 2400seitiges Monumentalwerk. Natürlich war schön, es mal in die Hand zu nehmen, darin zu blättern (dummerweise landete ich ausgerecht auf der Seite über Schimmelpilze) doch für etwa 400,00 € wird dieses Werk sicher niemals seinen Weg in mein Regal finden. Wunderschön waren allerdings die Bücher des 99 Pages Verlag aus Hamburg (http://www.99pages.de/verlag.html). Eine wertvolle Entdeckung. Daneben sollten eigentlich die Australier von Murdoch Books ausstellen, doch sie sind entweder erst gar nicht angereist, oder haben die Messe frühzeitig verlassen, um dem Ansturm der “public days” zu entkommen, was ich sehr bedauert habe, denn ich liebe die Bücher von Donna Hay und hätte mich gefreut, hier etwas neues zu entdecken. So gab es also außer leeren Regalen nichts zu bestaunen.

Umso mehr zu bestaunen gab es allerdings in der “Hall of  Fame”, wo jene Bücher ausgestellt wurden, die ausgezeichnet worden sind. Und obwohl die meisten dieser Bücher bereits im vergangenen Jahr erschienen sind, hatte sich hier noch so das eine oder andere Kochbuchschätzchen versteckt. Es wurde sofort fotografiert für spätere Bestellungen. Oder um zumindest ein einstweiliges Dasein auf der Wunschliste zu fristen.

Die Gefahr, auf dieser Messe in den Unterzucker zu fallen bestand auf jeden Fall nicht. Die entzückenden Schweden versorgten jeden mit Knäckebrot, Käse und Rentierfleisch, die deutsche “Bloggeuse” – c’est moi – wurde zusätzlich noch mit einer ganzen Tüte all dieser guten Sachen beschenkt, und wem all diese Gratisgaben nicht genügten, der konnte sich noch bei Pasta oder leckeren Quiches vergnügen. Diese allerdings gegen Gebühr. Zwischendurch ein Probierschlückchen chinesischen Wein (erstaunlich gut, muss ich sagen)und weiter ging es zur nächsten Kochshow.

Diese Kochshows, deren Sinn und Zweck es war, dass sich Autoren und Köche präsentieren und deren Bücher es im Anschluss auch zu kaufen gab, die meisten zumindest, waren für die den Großteil der Besucher wohl der eigentliche Magnet dieser Messe. Man darf getrost davon ausgehen, dass hier nicht das gemeine VorabendSat1Voxwasauchimmer Publikum Platz genommen hatte, sondern es wurde schon kritisch beäugt, was an den Töpfen so passierte. Neu war mir an dieser Stelle auch, dass in der indischen Iyengar Küche die Verwendung von Zwiebeln und Knoblauch im Essen strikt untersagt ist. Ich war also gespannt auf die Präsentation. Das Kochbuch von Vijee Krishnan wurde letztes Jahr als bestes vegetarisches Kochbuch in Indien ausgezeichnet und wanderte auf die shortlist des besten Kochbuchs in dieser Kategorie weltweit (siehe auch: http://www.gourmand-magazine.com/gourmand-awards/). Gekocht wurde ein Curry aus frischen Gemüsen. Die Sauce wurde aus frischer gewürfelter Kokosnuss, Wasser und Gewürzen im Blender püriert und den Gemüsen zugegeben. Ich würde jetzt gerne an dieser Stelle erzählen, dass das Ergebnis einfach überragend war, eine orale Geschmacksexplosion, doch diese Beschreibung muss ich leider für was anderes aufsparen. Das Ergebnis war schlicht und ergreifend sehr sehr fad. Ich will jetzt nicht behaupten, dass es an den fehlenden Zwiebeln oder Knoblauch lag, aber vielleicht dominierte hier das kulturkulinarische Missverständnis, dass wir Europäer doch eher sparsam mit den Gewürzen und der Schärfe seien.

Sieben Stunden lang pendelte ich also zwischen Büchern, Essen, interessanten Gesprächen hin und her, war glücklich und zufrieden und vor allem fix und fertig. Darauf ein Glas Wein, oder zwei. Französischen. Unbedingt. Santé.

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Blaublütiges Grapefruit Risotto mit Tellicherry Pfeffer

blaue Blüten und das Aroma vom Grapefruits und Zitronen

Der März ist nicht gerade der Monat, wo man an jeder Ecke blaue Blüten entdeckt. Ein einzelnes Schneeglöckchen vielleicht. Und auch wenn Botaniker den blauen Krokus nur als schwach giftig einstufen – unerwünschte Nebenwirkungen gilt es auf alle Fälle  zu vermeiden. Wo kämen wir auch hin, wenn am Wochenende jeder die städtischen Parks plündern würde, wegen etwas Farbe auf dem Teller. Blaue Blüten bekommt man zu dieser Jahrezeit wunderbar in getrockneter Form. Ich spüre bereits die bohrenden Blicke in meinem Rücken, der Wunsch, dass ich mich doch möglichst jetzt und sofort in Luft auflösen möge wird geradezu greifbar, doch ein Schwätzchen mit meinem Lieblingsgewürzhändler muss sein. Auch wenn die anderen ein wenig länger warten müssen. Schließlich ziehe ich auch nicht betont forsch die Luft ein, wenn jemand sich seine komplette Küchenausstattung an Gewürzen in Form von 20g-Tütchen abwiegen lässt. Vielleicht liegt es an dem gutem Duft in diesem Laden (Kräuter und Wurzelsepp, siehe Links), dass ich so gelassen bleibe. Lavendel kommt nicht in Frage, da er den Geschmack zu sehr beeinflusst. Ich entdecke blaue und schwarze Malve. Dazu ein paar Kornblüten. Und natürlich kann ich es nicht lassen, mir auf dem Viktualienmarkt noch eine winzig kleine Packung essbare Blüten zu kaufen. Das ist natürlich purer Luxus aber allein der Anblick einer Blüte auf dem Teller ist um diese Jahreszeit einfach herzöffnend.

für Zwei

200g italienischer Risottoreis
0,6 l Geflügel- oder Gemüsebrühe
0,2 l Weißwein
1 kleine Zwiebel
2 EL Olivenöl
50 g frisch geriebenen Peccorino
1 TL Butter
1 rosa Grapefruit (Bio)
gemahlener Tellicherrypfeffer
Zitronenmyrte
eine Handvoll getrocknete blaue Blüten (blaue Malve, schwarze Malve, Kornblüten)

Die Grapefruit heiß abwaschen und trocken reiben. Mit dem Zestenreisser feine Streifen der Grapefruitschale abschälen und beiseite stellen. Dann die Grapefruit filettieren, den Saft dabei auffangen. Mit der Hand den Rest ausdrücken und ebenfalls den Saft aufheben. Die Zwiebel klein hacken und in Olivenöl glasig dünsten. Den Reis hinzufügen und für etwa eine Minute weiterdünsten. Mit dem Weißwein ablöschen. Nun nach und nach unter Rühren und mäßiger Hitze die Brühe hinzufügen, bis der Reis weich ist. Er sollte jedoch unbedingt noch Biss haben. Zuletzt den Grapefruitsaft, den Peccorino und die Butter zugeben. Die getrockneten Blüten einrühren und für einige Minuten abdecken und ohne Hitzezufuhr ruhen lassen. Die Grapefruitfilets unterheben und mit dem Tellicherry Pfeffer und der Zitronenmyrte abschmecken. Auf dem Teller mit den Zesten garnieren.

Wer das beeindruckender will, der setzt noch einige essbare frische blaue Blüten oben drauf.

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